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  • Die Idee

    Autor des Projektes ist KunstSchäfer Rudolf Schwarz. Von ihm stammt auch die konzeptionelle Umsetzung. Er versteht den Bliesgau­hocker als die Erscheinung einer Evolution und als ein Objekt der Konzept­kunst. Nach der Philosophie von Rudolf Schwarz kommt der HOCKER als Erscheinung aus der – Immanuel Kant – Sinnenwelt und hat sich von dieser Welt inspiriert selbst erschaffen. Seine Authentizität dokumentiert das Zitat von Rudolf Steiner zur Bildenden Kunst: »Man soll keine Erscheinungen bilden, Erlebnisse sollen Erscheinungen werden«.
    Der Bliesgau­hocker hat für sich eine puristische Form gewählt, die in seiner Konstruktion, seiner Funktion und der ihm eigenen Inhalte und Botschaften begründet ist. Er symbolisiert als kulturelle Metapher zugleich Sesshaftigkeit & Standfestigkeit, Einfachheit in seiner Komplexität.

  • Der Botschafter

    Nachhaltigkeit, Regionalität, Identität und eine soziale Komponente. Der Bliesgau­hocker vereint in sich diese wichtigen Eigenschaften, die mit den thematischen Schwerpunkten des Biosphärenreservat Bliesgau sowie den von der »Lokalen Aktionsgruppe Biosphärenreservat Bliesgau (LAG)«, entwickelten zehn Handlungsfelder korrespondieren. Der Bliesgau­hocker trägt sie als Botschafter einer Region in die Welt.

  • Die Region

    Das Biosphärenreservat Bliesgau liegt im Südosten des Saarlands, grenznah zu Frankreich und Rheinland-Pfalz. Das Landschaftsbild des Bliesgau ist sanfthügelig, geprägt durch ausgedehnte Streuobstwiesen, wertvolle Buchenwälder und eine eindrucksvolle Auenlandschaft. Der namensgebenden Fluss, die Blies, durchzieht diese Landschaft.

Zehn Handlungsfelder für...

Klimaschutz und Energie

Der natürliche Trocknungsprozess der Obstbaumhölzer und der Waldbäume ohne den geringsten Einsatz von Primärenergie ist die bewusst gestaltete Botschaft des Bliesgauhockers für einen aktiven Klimaschutz und die Energieeffizienz.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Als Objekt der Konzeptkunst – in seiner philosophischen Auslegung – ist der Bliesgauhocker ein Gegenstand des Denkens und des Erkennens.

Demografischer Wandel

Jahrhunderte haben die unterschiedlichsten Hocker-Modelle in dieser Region gestaltet. An diese regionale Tradition knüpft die generationsübergreifende Fertigung des Bliesgauhocker an. Jeder Handlungsbereich des Projektes überträgt Wissen und Identität, vernetzt Bausteine von Identität und Heimat zwischen den Generationen und Kulturen.

Nachhaltiges Wirtschaften

Der Bliesgauhocker erkennt den Holz-Abfall als „Wertstoff“ und als ein Geschenk der Natur. In einem kreativen Prozess wird die Wertigkeit dieser Erkenntnis in Form eines Botschafters der Bliesgau- Region sichtbar.

Stadt-Land-Beziehung

Der Bliesgauhocker ist Botschafter von Stadt und Land gleichermaßen. Er befördert Inhalte und Botschaften, die zwingend zum Austausch und ebenso zu den unterschiedlichsten Lebensräume & Lebensbereiche führen.

Kulturlandschaft

In seiner Wesensart wertet der Bliesgauhocker eine Landschaft als bedeutsames und unverzichtbares Lebensmittel. Seine Botschaft ist ein Auftrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft und zu ihrer ökologischen und wirtschaftlichen Inwertsetzung.

Biologische Vielfalt

Der Bliesgauhocker wird aus mindestens sieben unterschiedlichen Holzarten gefertigt. Diese symbolisieren die bedeutsame Artenvielfalt im Bliesgau, deren Erhalt durch die Pflanzung eines Hochstamm-Obstbaumes – als Botschaft – beispielhaft gefördert wird.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Das Erkennen der eigenen kulturellen Substanz, aus der der BLIESGAUHOCKER erwachsen ist und sich selbst gestaltet hat, ist das Fundament unserer Identität. Diese ist eine elementare Voraussetzung für das inspirative Zusammenleben mit unseren Nachbarn an der Nahtstelle Europas.

Kultur

Der vom Bliesgauhocker aufgezeigte kulturelle Weg und die ihm eigene künstlerische Intervention machen neugierig auf das Betreten von „Neuland“ und auf einen qualitativen und innovativen Wandel.

Ethik

Das Werden & Dasein des Bliesgauhockers ist geprägt von der Idee eines achtsamen und wertschätzenden Umgangs der einzelnen Akteure miteinander. Er möchte damit einen Beitrag liefern, dass Werteorientierung auf verschiedenen Ebenen des Projektes wahrgenommen und verinnerlicht werden kann.

Die hier zu den von der LAG Biosphärenreservat Bliesgau entwickelten zehn Handlungsfelder ausgeführten Texte beziehen sich auf den BLIESGAUHOCKER und stammen von Rudolf Schwarz. Sie zeigen, dass der Hocker alle zehn Handlungsfelder thematisiert.